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06.02.2026 um 19:00 Uhr
Ein Staat für zwei Völker?
Die Idee des Binationalismus in der zionistischen Bewegung und die Zukunft Israels in Palästina
von Shlomo Sand
Übersetzung: Jona Dieterson Kollektiv
Verlag: UNRAST Verlag
E-Book / EPUB
Kopierschutz: kein Kopierschutz


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ISBN: 978-3-95405-234-9
Auflage: 1. Auflage
Erschienen am 24.10.2025
Sprache: Deutsch
Umfang: 228 Seiten

Preis: 15,99 €

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zum Taschenbuch 18,00 €
Klappentext
Biografische Anmerkung

Der renommierte israelische Historiker Shlomo Sand gibt einen komprimierten Überblick über die Idee des Binationalismus in der zionistischen Bewegung seit dem späten 19. Jahrhundert. Die frühen binationalen Zionisten traten für ein jüdisches kulturelles und geistiges Zentrum in Abstimmung mit den palästinensischen Araber:innen ein und warnten vor dem Ziel des politischen Zionismus eines Theodor Herzl, einen ausschließlich jüdischen ethnischen Nationalstaat schaff en zu wollen. Obwohl der Binationalismus nie eine politische Kraft von großem Gewicht war, ist er dennoch eine Option, die immer mehr Menschen anspricht, die für Gleichheit und Menschenrechte in Israel/Palästina kämpfen. Weiterhin untersucht Shlomo Sand, inwieweit die Idee des Binationalismus im Denken einiger arabischpalästinensischer Intellektueller verfängt und findet dort diskutierenswerte Ansätze. Er ist sich dabei völlig im Klaren, dass er eine Minderheitenposition sowohl in Bezug auf den jüdischen als auch den arabischen Mainstream vertritt. Nichtsdestotrotz argumentiert er angesichts der Alternativen von Vertreibung oder Apartheid ähnlichen Besatzungsverhältnissen dafür, Israel neu zu denken, denn die sog. Zweistaatenlösung hält er für ein vollkommen unrealistisches Feigenblatt der internationalen Politik. Neben den diskutierten Möglichkeiten eines binationalen Bundesstaates oder eines einheitlichen säkularen demokratischen Staates streitet Sand schließlich für die Idee einer Konföderation von zwei oder mehr kulturellen Einheiten, die eine gemeinsame Souveränität und Staatsbürgerschaft haben, aber kulturelle und sprachliche Besonderheiten, autonome Regierungsorgane, gewählte Versammlungen usw. Als Beispiele und Ideengeber dienen ihm dafür Länder wie Belgien, Kanada, die Schweiz, Großbritannien, Spanien, Indien, Bosnien-Herzegowina und andere.



Shlomo Sand, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv, geboren 1946 in Linz, ist bekannt für seine streitbaren Thesen zur Geschichte Israels und des Zionismus. Sein Bestseller "Die Erfindung des jüdischen Volkes" löste 2010 hitzige Kontroversen nicht nur unter israelischen und jüdischen Historiker:innen aus. Sand bezeichnet sich selbst als Postzionist, lehnt sowohl Zionismus als auch Antizionismus ab. Er streitet für das Existenzrecht Israels, will aber »den Zionismus als Charakteristikum des Staates Israel abschaffen«.


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