Buchcover: Die Macht der Seuche
Die Macht der Seuche
Wie die Große Pest die Welt veränderte
Hardcover / gebundenes Buch
Erschienen am: 27.01.2021
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Empfehlung von Jonas Wenner
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Wie verändert eine Seuche die Gesellschaft? Welche Spuren hinterlässt sie in Kunst und Literatur? Welche Strategien wurden im 14. Jahrhundert zum Umgang mit der Pest angewandt? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es überhaupt über den sog. Schwarzen Tod? Diesen Fragen geht Volker Reinhardt nach. Dabei betrachtet er vornehmlich die norditalienischen Städte, aber auch Südfrankreich und das deutschsprachige Rheinland. Neben dem historischen Gang der Seuche, von der Spekulation der Herkunft über die Ausbreitung bis zu den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Spätfolgen werden auch die unterschiedlichen Strategien des Umgangs mit der Seuche durch die Obrigkeiten dargestellt. Der Vergleich zur Coronakrise der Jahre 2020/21 wird zwar gezogen, aber mehr auf Unterschiede als auf Gemeinsamkeiten hingewiesen. Auch auf die teilweise nur dünne Quellenlage geht der Autor ein und gemahnt, die teilweise exorbitanten Opferzahlen mit großer Vorsicht zuz genießen. Die gut 250 Seiten sind auch für den interessierten Laien sehr gut und flott lesbar. Durch den Vergleich mit 2020/21 hat die Pest eine hohe aktuelle Relevanz und es lohnt daher, sich mit diesem Buch eine gute Grundkenntnis dieser vielleicht schwersten historisch dokumentierten Seuche in Europa zu schaffen.
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ISBN/EAN
978-3-406-76729-6
Titel
Die Macht der Seuche
Untertitel
Wie die Große Pest die Welt veränderte
Sprache
Deutsch
Gewicht
444 Gramm
Abmessung
22,0 mm (Tiefe) x 144,0 mm (Breite) x 217,0 mm (Höhe)
Seiten (gesamt)
256 Seiten
Abbildungen
mit 25 Abbildungen und 1 Karte
Verlag/Hersteller
Herstellerkontakt
E-Mail: produktsicherheit@beck.de




EINE PANDEMIE VERÄNDERT DIE WELT - DIE NEUE GESCHICHTE DER PEST <BR> <BR>Die Große Pest der Jahre um 1348 war eines der einschneidendsten Ereignisse der europäischen Geschichte. Der Historiker Volker Reinhardt rekonstruiert den Verlauf der Epidemie von den Anfängen in Asien bis zu ihrem vorläufigen Erlöschen in Europa, beleuchtet die unterschiedlichen Verhältnisse in ausgewählten Städten und fragt, wie die Überlebenden politisch und wirtschaftlich, religiös und künstlerisch das große Sterben bewältigten. Sein spannend geschriebenes Panorama führt eindringlich vor Augen, was wir dem medizinischen Fortschritt verdanken – und wie verblüffend ähnlich wir heute trotzdem auf eine Pandemie reagieren.<BR><BR>Als im Frühjahr 1348 die Pest nahte, ließ der Mailänder Herrscher Luchino Visconti die Stadt komplett isolieren. Kranke in der Stadt wurden vorsorglich eingemauert. So blieb Mailand als einzige Stadt Italiens verschont. Volker Reinhardt hat die verfügbaren Quellen zur Großen Pest neu gesichtet und zeigt in seinem anschaulich erzählten Buch, dass der vermeintliche europäische Flächenbrand eine Summe von lokalen Dramen war, die die Menschen auf ganz unterschiedliche Weise bewältigten: durch politische Umstürze, Verfolgung von Minderheiten, Restauration alter Verhältnisse oder eben durch ein Lob der Tyrannis à la Mailand. Klassische Pestbeschreibungen wie die von Boccaccio erweisen sich als spätere Stilisierung nach antiken Vorbildern, doch Bilder, Bauwerke oder anonyme Chronisten lassen ermessen, wie groß die Verunsicherung war und wie übermächtig die Sehnsucht nach der verlorenen Normalität. <BR> <BR> - Die Große Pest – ihr verheerendes Wirken in Mitteleuropa<BR> - Der Verlauf der Pest von den Anfängen bis zum Erlöschen<BR> - Neue und kritische Analyse der Quellen<BR> - Die Große Pest reduzierte die Bevölkerung in Europa um ein Drittel <BR> <BR> <BR> <BR>