Es gibt wenige Romane von Rang, in denen Osnabrück eine tragende Rolle spielt. Oft fällt hier nur Der Schwarze Obelisk ein. Soviel darf verraten sein, das Finale von Tyll spielt in der Hasestadt.
Bis dahin ist Tyll ein wunderbar zu lesende fiktive Eulenspiegel-Biographie. Einzig das Ende mag nicht jedem gefallen, aber dafür muss man zuerst das Buch lesen und das kann man uneingeschränkt jedem empfehlen.
Sprachgewaltig, modern, mitreißend: Der Spiegelbestseller über eine legendäre historische Figur und eine aus den Fugen geratene Welt vom international gefeierten Daniel Kehlmann. Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und mittendrin Tyll, jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.