Sachbuch:
Immer wieder liest man von Katastrophen, Missständen, Dingen, die einfach nicht richtig laufen. Ein bedrückendes Gefühl. Dieses Buch hat mir die Bedrückung etwas genommen, denn es zeigt wie man die Welt besser gestalten kann, wenn wir scheinbar nicht umsetzbare (geradezu utopische) Denkansätze zulassen. Beim Ausdenken bleibt es hier nicht. So utopisch sind sie nämlich gar nicht. Es gibt genug Beispiele, wie diese Ideen schon praktisch umgesetzt wurden und auch funktioniert haben.
Nur allzu leicht verfällt man immer wieder in Pessimismus. Aber hier blieb mir keine andere Möglichkeit als optimistisch in die Zukunft zu blicken. Ein Buch, welches mir Mut macht.
Was sind heute die großen Ideen? Historischer Fortschritt basierte fast immer auf utopischen Ideen: Noch vor 100 Jahren hätte niemand für möglich gehalten, dass die Sklaverei abgeschafft oder die Demokratie wirklich existieren würde. Doch wie begegnen wir den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, des Familienlebens, des gesamten globalen Gefüges? Der niederländische Vordenker Rutger Bregman sagt: »Das wahre Problem unserer Zeit ist nicht, dass es uns nicht gut ginge oder dass es uns in Zukunft schlechter gehen könnte. Das wahre Problem ist, dass wir uns nichts Besseres vorstellen können.' Wir müssen es wagen, das Unmögliche zu denken, denn nur so finden wir Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Bregman macht deutlich, warum das bedingungslose Grundeinkommen eine echte Option ist und inwiefern die 15-Stunden-Woche eine Antwort auf die Digitalisierung der Arbeit sein kann. »Alternativlos« ist für Bregman keine Option, sogar die Armut kann abgeschafft werden, wie er am Beispiel einer kanadischen Stadt zeigt. Bregmans Visionen sind inspirierend, seine Energie ist mitreißend; er zeigt: Utopien können schneller Realität werden, als wir denken.