Bültmann & Gerriets
Der Reiz des Trivialen
Künstler, Intellektuelle und die Popkultur
von Thomas Hecken
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Hardcover
ISBN: 978-3-531-12883-2
Auflage: 1997
Erschienen am 30.06.1997
Sprache: Deutsch
Format: 254 mm [H] x 178 mm [B] x 14 mm [T]
Gewicht: 474 Gramm
Umfang: 248 Seiten

Preis: 39,99 €
keine Versandkosten (Inland)


Dieser Titel wird erst bei Bestellung gedruckt. Eintreffen bei uns daher ca. am 8. Oktober.

Der Versand innerhalb der Stadt erfolgt in Regel am gleichen Tag.
Der Versand nach außerhalb dauert mit Post/DHL meistens 1-2 Tage.

39,99 €
merken
zum E-Book (PDF) 33,26 €
klimaneutral
Der Verlag produziert nach eigener Angabe noch nicht klimaneutral bzw. kompensiert die CO2-Emissionen aus der Produktion nicht. Daher übernehmen wir diese Kompensation durch finanzielle Förderung entsprechender Projekte. Mehr Details finden Sie in unserer Klimabilanz.
Biografische Anmerkung
Inhaltsverzeichnis
Klappentext

Dr. Thomas Hecken ist Lehrbeauftragter am Germanistischen Seminar der Ruhr-Universität Bochum.



Der Reiz des Trivialen. Idealistische Ästhetik, Trivialliteraturforschung, Geschmackssoziologie und die Aufnahme populärer Kultur.- Die Form des Populären. Zur Frühgeschichte fantastischer und kriminalistischer Literatur.- Das Objekt der Fotografie.- Kunst und/oder Leben. Futuristisches, dadaistisches Varieté, situationistische Aktion, Pop Art.- Erbschaft jener Zeit? Zu den Verhältnissen von historischer Avantgarde und Pop.- Cultural Studies. Themen, Argumente, Kritik.- Intellektuelle Film- und Popmusikkritik. Frankfurter Schule, Hitchcocko-Hawksianer, Camp, Pop-Theorie.- Hinweise zu den Autoren.



Schon einmal, Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre, gab es in den Lite­ raturwissenschaften Stimmen, die eine objektive, nicht wertende Betrachtung der Trivialliteratur einklagten. Es blieb bei der Forderung. Kaum jemand interessierte sich dafür, streng sachlich oder mit positivem Unterton über Lore-Romane zu schreiben, wenn man doch über Musils ,,Mann ohne Eigenschaften" vielleicht sogar persönliche Betrachtungen anstellen konnte. Den Antrieb zur Beschäftigung mit den Produkten der Unterhaltungsindustrie bildete zwar die Absicht, gegen ein elitäres Bildungsverständnis und jene ästhetischen Theorien anzugehen, die zur schönen Literatur einfach eine allein vom klassischen Werturteil diktierte Auswahl rechneten; ein gesteigertes Interesse im Sinne der Literaturkritik, gar eine ausge­ sprochene Neigung zu den Gegenständen der Untersuchung, dürfte man aber auch in diesen Untersuchungen wohl vergeblich suchen. Mittlerweile, zwanzig Jahre später, ist es dagegen gerade unter jüngeren Intellektuellen in höherem Maße üb­ lich, populäre Filme, Stars der Popmusik, Rezeptionsweisen von Femsehserien zum Ausgangspunkt nicht nur grundsätzlicher Überlegungen zu machen. Allerdings fmdet auch hier eine Beschränkung auf die bevorzugten Medien der Popkultur statt; selbst Bestseller scheinen nicht vom Ruch der alten, zeitkonsumie­ renden Lektüreform des Buches befreit. Intellektuell wird dadurch die Aussage und die Aussageweise von Pop (der schnelle, direkte sinnliche Reiz, der optische, rhythmische Effekt) noch einmal übersteigert -dies ist zugleich der Gegenstand des vorliegenden Bandes. Bezeichnenderweise war es allein die Bildende Kunst, die dank der Zitierung und Verfremdung von Gebrauchsgegenständen wie von Signets der populären Kultur einerintellektuellen Nobilitierung trivialer Effekte im Zeichen der Boheme, lange vorgearbeitet hat.


andere Formate